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Fossile Energierohstoffe

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Die KfW berichtet in der Ausgabe „Akzente“ (50/2011) über die langfristigen Perspektiven der fossilen Energierohstoffe.  Der Bericht kommt – gestützt auf Aussagen des IWF – zu folgenden Ergebnissen:

Öl, Kohle und Gas bleiben auch in den kommenden Jahrzehnten die Hauptenergiequellen, daran ändert auch die Unterstützung durch regenerative Energien nichts.

Das Erdöl  geht am ehesten zu Ende. Gas und Kohle stehen auch in den kommenden Jahrzehnten in ausreichender Menge zur Verfügung.

(c) Kurt Michel /PIXELIO

Aufgrund der sichtbaren Knappheit von Erdöl werden die Preise in Zukunft steigen. Die Preisentwicklung von Kohle und Gas ist weniger klar prognostizierbar.

Die künftige Preisentwicklung wird neben geopolitischen Einflußfaktoren vor allem durch den Energiehunger der Entwicklungsländer (EL) und der Schwellenländer (SL) beeinflußt. Diese haben deutlich höhere Wachstumsraten als die Industrienationen und die Energieeffizienz in den EL/SL-Ländern ist relativ niedrig.

China hat inzwischen die USA als weltgrößten Energieverbraucher abgelöst. 2035 wird der Energiebedarf von China rd. 22 % des gesamten Weltenergiebedarfs ausmachen.

Spekulative Motive haben für die kurzfristige Entwicklung der Energiepreise offensichtlich an Bedeutung gewonnen.

Die hohe Verfügbarkeit von Erdgas spricht dafür, daß die Erdgaspreise in den kommenden Jahren im Trend eher stagnieren.  Seit 2005 entwickelt sich der Erdgaspreis nicht mehr in direkter Abhängigkeit zum Ölpreis.

Fazit kurz und bündig: Wenn es zutrifft, daß der Erdgaspreis in den kommenden Jahren eher stagniert als steigt, dann ist es fraglich, ob  Investitionen in regenerative Energien ohne Subventionen wirtschaftlich sind. Da die Erdölvorräte in absehbarer Zeit erschöpft sind, und die Preise deshalb bis dahin höchstwahrscheinlich ständig und spürbar steigen werden, dürfte es sinnvoll sein, bei einer anstehenden Sanierung einer Ölheizung auf den Energieträger Gas umzusteigen.